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  • sandra9201

Nationalpark Ostsee - Verdrossenheit und Idealismus


In den Augen derer, die von außen auf die Geschehnisse und die Entwicklung in Sachen Nationalpark Ostsee schauen, wirkt Fehmarn etwas wie das "Gallische Dorf", dass sich , alle Interessengruppen mit einbezogen, nicht hat beirren lassen.


Zusammen mit der Initiative "Freie Ostsee SH" wurde für Stimmung gesorgt.

Die Stimmung, von der hier die Rede ist, hat es in alle erdenkliche Medien Deutschlands geschafft und dafür gesorgt, dass viele, sehr viele Menschen sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Von Anfang an wurde die Potenzial Kulisse und der Nationalpark an sich, als nicht verhältnismäßig und nicht nachvollziehbar eingeschätzt.


Die Stadtvertretung hat als erste Gemeinde das Vorhaben abgelehnt. CDU, Freie Wähler und die FDF haben diesen Antrag mitgetragen.

Wie jedem bekannt ist, sind viele Gemeinden gefolgt und letztendlich auch der Kreis Ostholstein.

Die Landes-CDU hat dem Ganzen mit dem veröffentlichten Entwurf einer Erklärung zum Landesparteitag, den Wind aus den Segeln genommen.


Das dies nicht auf Wohlwollen der Grünen im Land stößt, ist nachvollziehbar, die Äußerungen allerdings nicht.

Zu sagen, Zitat: „eine laute Gruppe nicht alle Fehmaraner* innen sind“,

finde ich sehr befremdlich, wenn man bedenkt, was in Burg an einem Werktag mitten in der Hochsaison von den Fehmaraner*innen eindrucksvoll zur Schau gestellt wurde.

Zudem sollte man nicht vergessen, wie viele nicht teilnehmen konnten, weil sie schlichtweg ihren Lebensunterhalt in einer äußerst kurzen Saison verdienen müssen.


Weiterhin, wie viele von unseren wahlberechtigten Einwohnern haben den oben genannten Stadtvertretern der entsprechenden Parteien ihre Stimme gegeben. Gleiches gilt auch auf Landesebene.


Da stellt sich mir die Frage welche Gruppe als „nicht alle“ zu bezeichnen ist.


Aussagen von Herrn Habeck, der argumentiert, dass ein Nationalpark toll sei, weil es Destinationen an der Nordsee gibt, die genau damit werben, machen mich schlichtweg sprachlos.

Sollten diese Orte sagen, kommt vorbei, wir haben zwar einen Nationalpark, aber es ist trotzdem ganz schön hier!? Welche Wahl haben sie nach über 20 Jahren?


Wie kann man sich vorher aufregen, weil es doch ein ergebnisoffener Prozess ist und alle mit ins Boot holt, um nun entrüstet zu sein, obwohl das Ergebnis auch ohne offizielles Resümee für jeden offensichtlich ist.


Einen größeren Querschnitt durch die betroffenen Vereine und Verbände hätte man nicht machen können. Dafür meinen Respekt! Nun aber, da die Ergebnisse aller Workshops klar sind, gibt es keine Mehrheit für einen Nationalpark.

Das Argument: "Ich finde aber doch“ der Verfechter, ist ehrenwert, sollte aber auch nicht übertrieben werden.

Bei Vielen erinnert es eher an das hysterische Kind an der Supermarktkasse, das sein Überraschungsei nicht loslassen möchte.

Für mich wirkt es armselig, da noch immer konkrete Maßnahmen und Argumente fehlen.


Selbst bei der letzten Veranstaltung der FDP in Kiel, hat Herr Goldschmidt wieder polemisch darauf hingewiesen, dass jeder etwas in die Mitte legen muss. Dafür hatte er extra ein leeres Blatt Papier mitgebracht, um neue Ideen zu sammeln, die er bisher noch nicht bekommen hat.


Glücklicherweise war unser Bürgermeister Herr Weber vor Ort und konnte seinem Ärger Luft machen, um aufzuklären, dass dieses Blatt bereits nach dem 6 stündigen Besuch auf Fehmarn schon gefüllt wieder nach Kiel mitgenommen wurde.

Lustigerweise hat der Minister nur 5 Minuten nach der Veranstaltung wieder von einem leeren Blatt geredet, dass auch dieses Mal nicht gefüllt worden ist. Dieses natürlich medienwirksam direkt in die Kamera.


Weiterhin gibt es weiter Kritik in Richtung der Gegner. Allerdings haben freiwillige Vereinbarungen mit den Meschen vor Ort nichts mit Populismus zu tun. Im Gegenteil, sie sind nah am Problem und lösungsorientiert.


Seit März gibt es keine Argumente, die klar für einen NPO sprechen. Egal auf welchem Treffen ich Herrn Minister Goldschmidt oder seinen Parteikollegen zugehört habe, gab es nie eine Antwort auf die Frage, was der NPO besser kann.


Kritik wurde allerdings schon gern geübt und viel gegen die Argumente und Ideen vorgebracht, eigene Ansätze dagegen gibt es bisher leider nicht.


Auf anderen Ebenen gibt es allerdings kreative Ideen, wie man bspw. die Führerschein-Klassen reformieren könnte, um einen SUV Führerschein aufzubauen. All diese Ansätze sind so weltfremd, dass ich mich frage, wo das alles noch hinführen soll. Vielleicht gibt es bald Verkaufsverbote für E-Bikes für Personen mit einem BMI über 90, da der Kalorienverbrauch bei diesen Rädern zu gering ist?!

Ist das wirklich die neue Richtung unserer Politik?


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