Der stv. Landesvorsitzende Schleswig-Holsteins Christdemokraten und zugleich Landtagskandidat für den Wahlkries Ostholstein-Nord Rasmus Vöge sagte es offen: "Wenn wir in Sachen Verschuldung jetzt nicht gegensteuern, dann haben wir im nördlichsten Bundesland wahrhaftige Probleme. Gut, dass Kiel die Schuldenbremse in die Landesverfassung eingebracht hat. Ab dem Jahr 2020 darf Schleswig-Holstein keine Neuverschuldung mehr tätigen. In einem Haushalt kann man nur das ausgeben, was verdient wird bzw. hereinkommt. Peter Harry Carstensen und seine Landesregierung gehen mit dem Verbot der Neuverschuldung einen neuen Kurs, einen neuen einmaligen und zugleich erstmaligen Weg. Mit dem Prozess, dem Weg der Umkehr von der Verschuldung, werden neue Akzente gesetzt. Bis einschl. 2019 werden jährlich 125 Mio weniger an Schulden aufgenommen und mit dem Jahr 2020 beginnt dann für uns in Schleswig-Holstein eine neue Zeit mit einer guten Zukunftsperspektive." Er nannte einige Zahlen: "Schleswig-Holstein hat derzeit eine Verschuldung von 26 Milliarden Euro, das entspricht einer Pro-Kopfverschuldung von rd. 9000 Euro. Rund 6,5 bis 7 Milliarden Euro werden vom Land jährlich ausgegeben, davon entfallen allein auf die Personalkosten rd. 3,5 Milliarden an" informierte er.
Beim letzten Politiktalk des CDU-Ortsverbandes nahm Rasmus Vöge neben dem Thema Schuldenbremse auch zu den Themen Energiewende und FBQ Stellung. Er begrüßte die Entscheidung der Regierung in Berlin zur Abkehr von der Atompolitik zur Wende in Richtung regenerierenden Energiegewinnung, die zur Auslösung eines gewaltigen Investitionsvolumens geführt hat. "Windkraft, Biogas und Solarenergie sind unsere Zukunft. Gerade wir hier in Schleswig-Holstein sind ein vorbildliches Stromexportland. Zwischenzeitlich sind auf Landesebene die Windkrafteignungsflächen verdoppelt worden", so Rasmus Vöge.
Zum Thema FBQ sagte er, dass diese kommen wird und er darin eine große wirtschaftliche Chance sehe. "Wir alle müssen das entstehende Projekt akzeptieren und annehmen. Selbst die SPD-Landtagsfraktion hat sich zur festen Fehmarnbeltquerung bekannt. Es heißt dabei, die Chancen zu maximieren und die Risiken zu minimieren. Die Region wird von der FBQ in großem Maße profitieren, sei es durch Wertschöpfung wie Gewinnung neuer Arbeitsplätze, erhöhte Steuereinnahmen und mehr. Die CDU Ostholstein hat das große Anliegen, dass die negativen Auswirkungen (Beeinträchtigungen im Rahmen der Hinterlandanbindung) begrenzt sein mögen."
Rasmus Vöge sagte, dass es sein wichtigstes Ziel sei, die Interessen seines Wahlkreises vor dem Hintergrund der finanziellen Möglichkeiten des Landes bestmöglich zu vertreten. Sein Wunsch sei es, auf der im Mai des nächsten Jahres vorgezogenen Landtagswahl für den Wahlkreis Nord als Direktmandatsträger nach Kiel zu gehen.
Der Kreisvorsitzende der Seniorenunion der CDU Ostholstein Wilfried Lühr nutzte das Event im Haus im Stadtpark, um für einen Ortsverband oder zumindest erst einmal Stützpunkt der CDU Senioren-Union auf Fehmarn zu werben. Er stellte die Bedeutung und Arbeit der Senioren-Union als zweitgrößte Vereinigung innerhalb der Christdemokraten auf Bundesebene vor. Zudem wies er auf die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Jungen Union hin.